Castrisch...
....im Jahr 765 genannt Castrices..lat. castrum...
Schalensteine mit Rillen oberhalb des Dorfes sind urgeschichtlich. Der Dorfname "castrum" weist auf eine frühe Wehranlage hin. Die Dorfkirche wird 840 als karolingisches Reichsgut erwähnt, erscheint um 1340 als eigene Pfarrei bis zum Beitritt zur Reformation vor 1537. Im 12. Jh. sind Edle von Castrisch (1137/39 de Castrisis) erwähnt. Herrschaftssitz war vermutlich die östlich vom Dorf gelegene Burg und jetzige Ruine Casti, ein Castell mit Michaelskapelle. 1483 erfolgte der Verkauf der Herrschaft Castrisch an das Bistum Chur, 1538 kaufte die Gemeinde die Herrschaftsrechte zurück.

Ein geschütztes Flachmoor und Tiere in ursprünglicher Umgebung finden Naturfreunde in der nahen Rheinschlucht. Schöne Sandbänke laden zum Verweilen und Geniessen der herrlichen Landschaft ein.

Am einstigen Rheinübergang Sessafret, heute Sassfau, lag die mittelalterliche Gerichtsstätte der "Freien ob dem Wald". Am Bach westlich von Castrisch standen gemäss Überlieferung bis ins 19. Jh. sechs Kornmühlen. Von der einstigen Bedeutung des Ackerbaus zeugen noch die Häuser mit Toreinfahrt im Dorfkern, welcher heute als "von nationaler Bedeutung" dem Heimat- und Denkmalschutz unterliegt. Nahe der Rheinschlucht, dem Swiss Grand Canyon, direkt am Vorderrhein liegt unser ruhiges Dorf. Inmitten sattgrüner Wiesen und Felder mit gepflegten Wanderwegen und umgeben von gesunden Wäldern, welche uns vor Lawinen schützen.

Castrisch ist vom Fremdenverkehr noch kaum entdeckt. Die Hauptstrasse im Dorfkern steht unter Heimatschutz und auch im Bundesinventar schützenswerter Ortsbilder der Schweiz.
Hier wohnen ca 400 Menschen, viele sprechen noch die romanische Sprache, aber alle auch deutsch.
Und so gibt es keine Probleme, wenn man sich in der Dorfbeiz heimische Spezialitäten wie Capuns, Maluns, Wildbraten usw.......bestellt.
Im Dachstock der alten, kürzlich renovierten Dorfkirche St. Georg lebt in den Sommermonaten die derzeit in der Schweiz grösste Fledermaus-Kolonie der vom Aussterben bedrohten "Grossen Hufeisennasen". Etwa 140 erwachsene Tiere ziehen hier ihre Jungen gross, bevor sie im Winter in den Felsenwänden hinter dem Dorf ihr Quartier beziehen...
...und Steinadler gibt es bei uns wirklich wieder ! Sie ziehen meist paarweise ihre Kreise in den blauen Bündner Himmel und im Sommer haben sie oft auch ein Junges dabei.
Weit ab vom Lärm, eben dort wo sich Fuchs und Has' "Gut Nacht" sagen, liegt Castrisch und dennoch mitten drin in einem verkehrsmässig gut erschlossenen Tal.
Postbusse verbinden den Ort mit den Tälern der Surselva. Mit der Rhätischen Bahn ist man in 5 Min. in der Stadt Ilanz und nach ca. 30 Min. Fahrt in CHUR, der ältesten Stadt nördlich der Alpen mit einer 5000 Jahre alten Siedlungsgeschichte von der Hauptstadt der römischen RAETIA PRIMA zur Bischofsstadt und jetzigem Hauptort des Kantons Graubünden.

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